Warum Windkraftanlagen eine schlechte Ökobilanz haben

Von Michael H. Mayer    2020-03-07

Viele Windräder sind heute über 20 Jahre alt, und das Risiko für schwere Materialschäden und Zwischenfälle steigt. Wenn z. B. in einer Windkraftanlage die Steuerungselektronik ausfällt, kann sich der Rotor nicht mehr nach dem Wind ausrichten. Dann zerlegen sich die Rotorblätter und fliegen als messerscharfe Glasfasersplitter durch die Landschaft.

Wenn Tiere die Teile beim Grasen aufnehmen, erleiden sie Verletzungen bis zur Perforation des Magens. Landwirte können betroffene Äcker und Weiden dann nicht mehr bewirtschaften.

Ein Windradflügel bewegt sich an seiner Spitze mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h. Schwarzstörche, Rotmilane, Fledermäuse und Milliarden von Insekten sind für solche Gefahren in ihrem Lebensraum nicht gewappnet und werden gnadenlos erschlagen.

Windräder machen auch die Menschen krank. Nicht nur durch den Schattenwurf der Flügel, der durch die Wohnzimmer streicht, sondern auch durch Infraschall: ein Wummern der Rotoren, mehr spürbar als hörbar, und schädlich für den Organismus.

Der Bau von Windrädern zerstört unsere Landschaft, unsere Wälder fast irreversibel. Beim Abbau von Anlagen, deren Nutzungsdauer abgelaufen ist – davon ist im Jahr 2020 rund ein Viertel aller Windräder betroffen! – werden die Betonfundamente oft nur teilweise abgetragen, und es bleiben hunderte von riesigen Betonklötzen in der Erde, Millionen Quadratmeter Boden bleiben versiegelt.

 

Artikel im Stuttgarter Amtsblatt

Foto: Martin Lindner, Creative Commons, bei Wikipedia (Bildausschnitt)