Nicht das Klima ist in Not, sondern unsere Gesellschaft

Von Christian Köhler

Es ist höchstens drei Jahrzehnte her, da wurde diese Gesellschaft noch als nivellierte Mittelstandsgesellschaft beschrieben. Jetzt, unter dem Druck einer letztlich unkontrollierten Migration nach Deutschland, werden auch in Stuttgart allmählich die kulturellen Bruchlinien sichtbar, die ein nie gekanntes Maß an Ungleichheit hereintragen.

 

Wer sich einmal mit Grundschullehrern unterhält, hört bereits von der ungeheuren Spreizung entlang der Leistungsmöglichkeiten Stuttgarter Schüler. Früher war schlicht mehr Gleichheit, im Wollen der Schüler, genauso wie im Können. In der Tat driftet die Gesellschaft weit auseinander und bringt Institutionen wie die Schule an den Rand der Funktionsfähigkeit. Gleiches gilt für Teile der Stuttgarter Stadtgesellschaft, wo beispielsweise 60 Prozent der hier lebenden türkischen Wähler mit Erdogan einen Islamisten in ihrer türkischen Heimat gewählt haben. Damit sind die Wege der Abkoppelung ganzer Bevölkerungsformationen auch für Stuttgart vorgezeichnet.

Doch im Stuttgarter Haushalt findet sich dazu keine Maßnahme, das Problem wird nirgends angegangen. Es wird noch nicht einmal angesprochen. Während Stuttgart sich mit dem neu wachsenden zugewanderten Antisemitismus arrangiert, wird die Stadt vom „Klimaschutz“ in die Hybris getrieben. Mit einem 200-Millionen-Paket will man sich an der Rettung des Weltklimas beteiligen. Einer Rettung, über deren Sinnhaftigkeit kein wissenschaftlicher Konsens besteht, auch wenn einem das unsere Staatsmedien gerne vermitteln würden. So haben Teile der Bevölkerung mittlerweile eine gesunde Skepsis hinsichtlich der medialen Katastrophenlyrik entwickelt. Zu zahlreich waren die ökologischen Untergangsszenarien, die ihr seit mindestens einem halben Jahrhundert schon nahegelegt wurden. Zumal der Erfolg hunderter Milliarden teurer Maßnahmen schlicht ausbleibt: Die Energiewende hat in Deutschland zu keiner CO2-Reduzierung geführt. Effekt exakt null. Das nennt man eine Fehlinvestition.

Eingangsrede zur 3. Lesung der Haushaltsberatungen am 20. Dezember 2019
Foto: Prof. Lothar Maier MdB